Robin Schreiber
Geboren am 30. November 1999 bei Ingolstadt.
Aus einer Familie stammend, die keinen Bezug zur Musik hat, begann ich im Alter von zwölf Jahren, mir das Klavierspielen selbst beizubringen, ehe ich professionellen Klavierunterricht nahm. Seither ist Musik meine große Liebe. Sobald ich Noten lesen konnte, habe ich direkt meine eigenen Stücke komponiert und hatte von Beginn an das Bedürfnis, mich in Tönen auszudrücken. Durch mein Naturell und meine Umgebung war es mir nicht möglich, Kompositionsunterricht zu nehmen und habe mir deswegen als Autodidakt alles selbst angeeignet.
Um kreative Unabhängigkeit zu haben und die Musik schreiben zu können, die mir gefällt, habe ich mich nach der Schule bewusst gegen eine Laufbahn an einer Musikhochschule entschieden und mich auf einen bürgerlichen Beruf konzentriert.
- Meine Lieblingstonart ist h-Moll
- Meine Lieblingsfarben sind Anthrazit und Indigo
- Ich bin Teetrinker. Kaffe mag ich überhaupt nicht
- Ich bin äußerst introvertiert (INFJ)
- Ich mag keinen Alkohol und habe nur einmal Wein getrunken
- Ich kann nicht pfeifen
- Ich habe panische Angst vor Pilzen
- Ich bin überhaupt kein Tierfreund
Ich komme aus einer unmusikalischen Familie, habe aber schon immer Musik sehr geliebt. Im Kindergarten habe ich Grabsteine gemalt und unter anderem im Theater mitgespielt. In der zweiten Klasse spielte ich im Schulorchester Xylophon und Vibrafon, ansonsten hatte ich jedoch keinen außergewöhnlichen Bezug zur Musik.
Ab der fünften Klasse interessierte ich mich für Architektur und zeichnete Grundrisse, die ich teilweise auswendig lernte oder aus dem Gedächtnis nachzeichnete. Besonders barocke Palastbauten faszinierten mich. In dieser Zeit wurde ich in der Schule oft ausgegrenzt, und meine Interessen fanden keinen Anschluss, weshalb ich mich früh mit mir selbst beschäftigte und meistens in meiner eigenen Welt lebte. In der sechsten Klasse sollten wir auf dem Keyboard die Melodie des 4. Satzes aus Beethovens Symphonie Nr. 9 („Ode an die Freude“) spielen, was meine Leidenschaft entfachte. Ich kaufte mir selbst ein Keyboard und brachte mir mithilfe von YouTube-Videos „Für Elise“ bei. Im September 2012 begann ich professionellen Klavierunterricht zu nehmen und schrieb nach der ersten Stunde meine erste Komposition, obwohl ich kaum Noten lesen konnte.
Innerhalb eines Jahres habe ich mich so weit verbessert, dass ich den ersten Satz aus Beethovens Klaviersonate Nr. 1 in f-Moll (Op. 2 Nr. 1) spielen konnte. Dank meiner Musiklehrerin konnte ich mich weiterhin auf die Komposition konzentrieren, wofür ich ihr bis heute sehr dankbar bin. Ich hatte nicht viele Freunde, war sehr introvertiert, mied die meisten Menschen und interessierte mich für Geschichte, Philosophie, Literatur, Vexillologie, Musik und Architektur, sodass ich die meiste Zeit meinen Interessen nachging. Zur gleichen Zeit kaufte und las ich Gesetzbücher. Nebenbei schrieb ich eigene, fiktive Gesetze und erstellte Werklisten meiner Lieblingskomponisten.
Ab 2014 spielte ich im Schulorchester, das aus zwei Flöten und einer Gitarre bestand. Für dieses Ensemble schrieb ich mehrere Kompositionen, darunter einen Walzer in e-Moll, den ich auch für ein Video auf DVD aufgenommen habe. Es folgten Konzerte sowohl an meiner Schule als auch durch meine Klavierlehrerin, und ich konzentrierte mich vollständig auf die Musik. Einige Variationen widmete ich meiner damaligen Schul-Liebe, doch die Geschichte verlief nicht gut, und seitdem habe ich niemandem mehr Werke gewidmet. Die Widmungen, die ich verteilt hatte, wurden durch das Zerbrechen der zugrunde liegenden Freundschaften hinfällig. Daher habe ich alle zurückgezogen und die Werke teilweise vernichtet.
Da meine schulischen Leistungen erheblich litten, musste ich die achte Klasse wiederholen. Zwar habe ich nicht viel anders gemacht, aber seitdem war ich bis zum Ende der Oberstufe immer ein guter bis sehr guter Schüler (abgesehen von den Naturwissenschaften und Sport). Mein einziger Austausch über Musik fand mit meiner Musik- und Klavierlehrerin statt. Ab 2015 habe ich jedoch aufgehört, mich anderen anzupassen, und habe nur noch meine eigenen Interessen verfolgt. Daher war es mir ab diesem Zeitpunkt gleichgültig, Freunde oder Anschluss zu finden. Von meinem Taschengeld habe ich mir das Notationsprogramm Sibelius gekauft und arbeite seitdem damit.
Ab 2015 habe ich mich zunehmend mit Franz Kafka beschäftigt und seine Werke gelesen, die mich tief berührt haben. Bis zum Ende der Mittelstufe habe ich meine Zeit außerhalb der Schule ausschließlich mit Musik verbracht. Jedes Jahr nahm ich an mindestens drei Konzerten teil, oft sogar an mehr. Für die Proben eines Musicals wurde ich stets vom Unterricht befreit, um mit den anderen gemeinsam zu üben. Auch bei meiner Abschlussfeier 2017 trat ich auf.
Zwischen 2017 und 2018 arbeitete ich als Organist in meiner Kirchengemeinde. In diesem Zusammenhang begleitete ich gelegentlich Gottesdienste, improvisierte und wirkte bei Konzerten mit.
Die Oberstufe war von vielen persönlichen und familiären Krisen geprägt. Ich hatte das Gefühl, mich selbst entfremdet zu haben, weil ich mich verstellt habe, um Anschluss zu finden. Diese Zeit habe ich als sehr düster in Erinnerung.
Ende 2020 begann ich mein Studium der Rechtswissenschaften, da ich bewusst kein musikalisches Studium aufnehmen wollte, um künstlerische und stilistische Unabhängigkeit zu bewahren. Seit Beginn des Studiums versuche ich, eine Identität zu finden, die Musik und Jura harmonisch miteinander verbindet. Das ist kompliziert. Ich würde mich jedoch immer als Musiker beziehungsweise Komponist bezeichnen. Als Jurist in Erinnerung zu bleiben, würde ich als sehr beleidigend empfinden.
Seit 2023 komponiere ich wieder regelmäßig und finde langsam zu meiner alten Produktivität und Kreativität zurück. Das Leben ist ein Lernprozess, und es gibt viele großartige Dinge zu entdecken.
Im Mai 2024 bin ich zusammen mit Solisten der Kammerphilharmonie Ingolstadt (vormals Georgisches Kammerorchester Ingolstadt) als Solist am Klavier aufgetreten.
Seit 2025 konzentriere ich mich ausschließlich auf digitale Komposition. Da alle meine Anfragen an Musiker, meine Werke aufzuführen, unbeantwortet blieben und ich keine Möglichkeit habe, Musiker zu engagieren, zudem selbst nicht gut genug Klavier spielen kann, musste ich einen Weg finden, all diese Hindernisse zu überwinden. Ich arbeite ausschließlich mit Maus und Tastatur und bringe mir derzeit die Grundlagen der DTM (Desktop Music) bei, um Aufnahmen zu erstellen, die nicht von Menschen gespielt werden. Außerdem möchte ich zukünftig synthetische Stimmen verwenden.